Was waren die
Beweggründe für p4p?

Es verschwinden weltweit und in Europa mehr Demokratien als neue entstehen. Radikalisierungstendenzen nehmen zu, auch in Deutschland. Ein Drittel der jungen Deutschen sagen, laut repräsentativer Studien, sie fühlen sich zu radikalen Gruppierungen hingezogen.

Antisemitische, xenophobe und homophobe Äußerungen werden in manchen Teilen unserer Gesellschaft wieder salonfähig, während gleichzeitig die Zivilcourage abnimmt: Immer weniger trauen sich, einzugreifen, wenn Einzelne oder Gruppen attackiert werden.

Vier Straftaten pro Tag hatten in Deutschland 2017 einen antisemitischen Hintergrund. Populisten gewinnen an Zulauf. Facts weichen Fakes.

Hinzu kommt: Junge Erwachsene nehmen nicht mehr ausreichend am politischen Willensprozess teil. Die Wähler unter 30 weisen die geringste Wahlbeteiligung aller Altersgruppen auf. Junge Menschen fühlen sich nicht von den Verantwortlichen in der Politik verstanden. In England hat das dazu geführt, dass die Entscheidung zum Brexit gegen die (nicht an der Wahlurne zum Ausdruck gebrachte) Stimme der jungen Engländer gefallen ist. Knapp zwei Drittel der 18- bis 24-Jährigen sind nicht zur Wahl gegangen! Die Hashtag-Kampagne #NotInMyName wenige Tage darauf kam zu spät.

Es herrscht ein Kommunikationsproblem

Es herrscht offensichtlich ein tief verwurzeltes Kommunikationsproblem zwischen denen, die Politik für die Zukunft machen wollen und denen, die die Zukunft unserer Gesellschaft sind.

Das Kommunikations- und Interaktionsverhalten von jungen Menschen unterscheidet sich komplett von dem der Generation, die heute die Verantwortung in Politik und Gesellschaft trägt. Die Konsequenz ist, dass die Führungsriege in unserem Land auf ihren eingeübten Kommunikationswegen keinen Zugang zu den jungen Menschen mehr findet und umgekehrt. Kein Wunder, dass so Verstehen und Verstanden-Werden auf beiden Seiten ernsthafte Probleme bereitet.

Hier will pics4peace Abhilfe schaffen. Deswegen richtet es sich an junge Menschen, damit sie sich äußern - auf ihre Art und Weise - und an Entscheider in Politik und Gesellschaft, damit sie besser verstehen.

Wo wirkt
pics4peace

Erinnern ist wichtig. Sich Erinnern ohne den Blick in die Zukunft jedoch, bleibt wirkungslos. Es geht bei der Erinnerungskultur darum, Zusammenhänge zu erkennen und in die heutige Zeit zu übersetzen; „Was heißt das, was damals passiert ist, für uns heute?“. Diese Brücke schlägt pics4peace. In einem Workshop zeigt der Künstler Winfried Muthesius jungen Menschen, wie sie dies mit ihren Mitteln und auf ihre Art umsetzen können.

Ziele von
pics4peace

pics4peace will insbesondere junge Menschen motivieren,

  • sich für die Gestaltung ihrer Zukunft einzusetzen,
  • sich für den Erhalt v. Frieden und Demokratie stark zu machen,
  • ihre Ängste zu formulieren,
  • ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen.

Dabei gibt es keine „unwichtigen“ Themen. Jedes Thema, das junge Menschen bewegt, ist wichtig und ernstzunehmen!

Dies fällt leichter mit kreativen Ausdrucksmitteln. Daher der Zugang über die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen und über Wege, die junge Menschen nutzen: online und offline durch Workshops und Dialogveranstaltungen, deren Ergebnisse wieder online allen zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Kombination aus Vor-Ort- und Online-Aktionen soll über die Jahre eine junge, lebendige politische Community entstehen, die mit Freude und Engagement ihre Vorstellungen von Zukunft auf ihre Weise zum Ausdruck zu bringt und sich an der Meinungsbildung beteiligt.

Ein kreatives Friedens-
und Demokratieprojekt

Wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass die Jugend durchaus etwas zu sagen hat. Sie sagen es nur anders und anderswo, verpacken es in Videostories, Songs, PoetrySlams oder Bilder. Jeder für sich.

pics4peace greift dieses kreative Potential auf, bündelt es und weist die Entscheider darauf hin, darüber mit den Jungen das Gespräch zu suchen.

Andererseits will pics4peace über die kreative Schiene möglichst viele junge Menschen motivieren, Stellung zu beziehen; sie einladen, mitzuteilen, welche Ängste sie umtreiben, welche Vorstellungen sie von der Zukunft haben, was für ihr Leben wichtig ist... Und zwar in ihrer Sprache und ihrem Medium: Online. Als Foto, als Video, als Lied, als Bild - ob Zeichnung, Graffiti oder Gemälde, egal - ..., als Aphorismus, Slogan, Kurzgeschichte, Gedicht ... - wie auch immer, - es muss sich am Ende nur hochladen lassen. Wer auch die Demokratie, Frieden und Freiheit für die Zukunft sichern will, der muss etwas dafür tun!

pics4peace als Brückenbauer

Die Initiative richtet sich deshalb auch an die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft mit dem Tenor:
„Hört genau hin. Versteht. Gebt jungen Menschen eine Stimme! Greift auf, was sie zu sagen haben. Sucht den Dialog dort, wo sie sind. Bindet sie ein!“.

pics4peace schafft und unterstützt Foren zwischen der jungen Generation und den Entscheidern, in Veranstaltungen, Workshops, online und offline, transportiert die Inhalte der Jungen hin zur Politik und die Antworten von dort über seine Plattformen zurück zu den Jungen.

Warum?

Weil wir wollen, dass das was euch wichtig ist, bei konkreten Entscheidungen berücksichtigt wird. Ihr sollt spüren, ihr könnt etwas bewegen und euch ermutigt fühlen, auch weiterhin unsere Gesellschaft und damit auch die Zukunft aktiv mitzugestalten.

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