In einer Gesellschaft, in der Selbstoptimierung langsam zum höchsten Gut wird, werden auch die Facetten des Empfindens von Freiheit immer vielfältiger. Viele heben sich von der homogenen Gesellschaftsmasse ab und finden ihre persönliche Freiheit.
Für mich liegt eine große Freiheit in den Bergen. Dort empfinde ich absolute Stille und erkenne, wie irrelevant unser Handeln in der Unendlichkeit der Zeit ist. Die massiven, blanken Felsflächen und riesigen Bergmassive, die über Milliarden von Jahren vom Lauf der Zeit geformt wurden, suggerieren einem die eigene Vergänglichkeit und die Irrelevanz der Menschheit.
Genau diese Erkenntnis – dass egal, was wir tun, es mit der Zeit wahrscheinlich in Vergessenheit gerät – lässt mich frei fühlen. Und wenn man am Ende einer langen Wanderung auf einem Gipfel über den Bergen, auf dem Dach unserer Welt, verweilt, hat man das Gefühl, dass alles leichter ist.

