Dieses Werk ist aus meiner Auseinandersetzung mit Macht, Geschlecht und politischer Realität entstanden. Es stellt zwei gegensätzliche Verständnisse von Macht einander gegenüber und macht deren Ungleichgewicht sichtbar. Donald Trump steht dabei stellvertretend für eine patriarchale und frauenfeindliche Form von Macht, die sich in den letzten Jahren durch Sprache, Haltung und politische Entscheidungen besonders deutlich gezeigt hat. Die amerikanische Flagge ohne Sterne, die durch Bomben ersetzt wurden, symbolisiert eine Politik, in der militärische Stärke und Zerstörung zunehmend als Machtausdruck legitimiert werden. Demgegenüber steht die weibliche Figur in hohen Absätzen. Ihre Position über Trump kehrt die gewohnte Machtordnung um und bleibt zugleich ambivalent. Die hohen Absätze stehen genau für dieses Spannungsfeld. Sie sind ein Symbol für Stärke, Präsenz und Selbstbestimmung, aber auch für gesellschaftliche Erwartungen und eine fragil erscheinende Erhöhung. Wer besitzt Macht, wie wird sie dargestellt und wie leicht lässt sie sich verschieben –
zumindest im Bild?

