„Menschenmaterial“ hinterfragt die Logik von Militär, Wehrpflicht und rechter Politik, in der Menschen auf Nutzen reduziert werden. Gleichförmigkeit ersetzt Individualität, Gehorsam wird zur Voraussetzung für Daseinsberechtigung. Das Werk kritisiert ein System, das Körper einsetzt, aber Menschlichkeit auslagert. Herzen werden zu austauschbarem Material abgetrennt, kontrolliert, verfügbar gemacht. Der Mensch zählt nicht als fühlendes Wesen, sondern als Ressource für nationale und ideologische Zwecke. Das Bild stellt die provokante Frage, wie viel Mensch ein System erträgt, das nur Funktion kennt.

