Transatlantisches Kunstprojekt "better together" - Tag 1-3

Kann man durch Kunst die Welt ein Stück zum Besseren verändern?

Vielleicht nicht automatisch. Aber wir von pics4peace haben ein Konstrukt entwickelt, mit dem Anspruch, es zu versuchen: So entstand das transatlantische Kunst- und Dialogprojekt „better together“ mit einem Vorlauf von über 2 Jahren. Auslöser waren damals natürlich auch Trump und die Folgen. Heute durch den Ukraine-Krieg, die Klima- und Rohstoffproblematik oder zunehmenden Autokratismus weltweit ist ein Zusammenwirken über den großen Teich hinweg notwendiger denn je.

Wie wir in Zukunft leben werden, sehen wir nicht durch das Fernglas. Was unsere Kinder in Zukunft erwartet – ob Demokratie oder Autokratie, ob Krieg oder Frieden, ob immer mehr Verwirrung und Manipulation durch Fake-Nachrichten, ob Dürre oder ausreichend Wasser und Früchte zum Leben, ob Miteinander oder Gegeneinander – das hängt davon ab, was jede und jeder von uns heute tut.Allein deshalb lohnt es sich, auch kreative Wege zu gehen und v.a. junge Menschen einzubinden und sie zu bitten allen mitzuteilen, was für sie und ihr Leben wichtig ist.

Aus diesen Grund trafen sich 13 junge Künstlerinnen und Künstler - alles Kunststudierende an Hochschulen in Deutschland und Amerika - um sich 9 Tage lang gemeinsam über ihre Geschichte, ihre Erfahrungen, Werte und Ziele auszutauschen und in Verantwortung für den jeweils anderen und doch eigenständig Kunstwerke zu schaffen, mit denen sie das transportieren, was ihnen am meisten auf dem Herzen liegt.

Die ersten 3 Tage reisten wir an historische Orte und beschäftigten uns z.B. in Frankfurt mit der Bücherverbrennung im Dritten Reich am Römerplatz, mit den Anfängen der demokratischen Bewegung, ihren Schwierigkeiten und Errungenschaften in der Paulskirche in Frankfurt. In München verbrachten wir einen ganzen Tag, unternahmen einen Ritt durch die Geschichte mit entsprechender Stadtführung und haben im Amerika-Haus über die deutsch-amerikanischen Beziehungen gesprochen. Der nachdenklich stimmende Besuch im NS-Dokumentationszentrum fehlte dabei ebensowenig wie der gemütliche Abschluss in einem urigen Biergarten. In Nürnberg im Jusitzpalast waren die Nürnberger Prozesse Zentrum unseres Austauschs. Im dortigen Memorium, hatten wir nicht nur eine kompetente Führung, sondern beschäftigten uns auch in einem Workshop mit den Themen "Recht und Gerechtigkeit". Eine Überraschung war, dass unsere amerikanisch-stämmige Workshop-Leiterin an der gleichen Universität studiert hatte, von der der Großteil der amerikanischen Studierenden kam, in Ann Arbor. :)

Die Rolle der Amerikaner bei den Nürnberger Prozessen war maßgeblich. Das erste Mal überhaupt in der Geschichte, haben Siegermächte vor einem internationalen Gerichtshof dafür gesorgt, dass nicht Rache-Justiz sonder Recht gesprochen wurde.

Mit der Fülle all dieser Eindrücke ging es in das ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiet, in ein abgelegenes Kloster, das heute als Bildungszentrum dient (Kloster Banz), um von da an wie wild an den Themen und Konzepten für die Zukunft zu arbeiten.

Die jungen Leute waren absolut motiviert. Sie hatten ja auch jede Menge prominente Unterstützung: Nancy Pelosi, damals noch drittmächtigste Frau in den U.S.A. gab ihnen mit auf den Weg:

Stay confident. You are powerful!

Die Europaministerin des Freistaats Bayern, Melanie Huml, unterstützte "better together", in dem sie die Schirmherrschaft übernahm. Und der ehmalige Vizepräsident des Deutschen Bundestags Johannes Singhammer gab nicht nur Einblicke in die deutsch-amerikanische politische Arbeit, sondern ermutigte die Teilnehmenden auch, ihre Ausstellung im Bundestag vorzustellen.

Über das 5-tägige Künstler-Camp auf Kloster Banz mit Master Artist Winfried Muthesius erfahrt ihr im nächsten Tagebuch-Eintrag. Den Abschluss bildete ein Tag in Würzburg. Denn Würzburg hat einem Amerikaner zu verdanken, dass es heute Weltkulturerbestadt ist. Mehr davon später...

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