Lea Wurthmann, 21

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Mich beschäftigt der Umgang mit Informationen in unserer Zeit. Mit Wahrheiten und Unwahrheiten.
Die Digitalisierung ermöglicht uns einen nie dagewesenen Zugang zu Informationen.
Wir haben das Wissen der ganzen Menschheit zur Verfügung und handeln doch unbewusster denn je.
Die Bildung einer fundierten Meinung ist besonders durch digitale Medien eine Herausforderung geworden.
Wahrheiten und Unwahrheiten werden gleich laut verbreitet.
Der Zugang zu enormem Wissen — eigentlich die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen — führt stattdessen oft zu Halbwahrheiten und Radikalismus.

Um die Digitalisierung zu einer Quelle menschlicher Weisheit zu machen, und nicht zu einer von Populismus und Fake News, habe ich den Würzburger Residenzplatz als sensiblen Ort für mein Werk gewählt. Hier fand 1933 eine große Bücherverbrennung statt, die Vernichtung von Wissen und Weisheit, von Toleranz und Meinungsfreiheit. Um den Wert von persönlichem und allgemeinem Bewusstsein zu . Um den Wert von persönlichem und allgemeinem Bewusstsein zu unterstreichen, ist mein Objekt ein Buch. Genau genommen ein „Kant-Brevier", herausgegeben von Johannes Pfeffer. Kant, der Begründer der Menschenwürde, aber auch jener der Rassentheorie, ist für mich ein perfektes Beispiel für eine ambivalente Figur, die umfassend gekannt sein muss, um richtig bewertet werden zu können.

Über den Künstler

Lea Wurthmann

21 Jahre

Köln

Studentin, 3. Semester Kommunikationsdesign

Lea Wurthmann, 21

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